Geschafft!
Nach gefühlt einer kleinen Ewigkeit hat Grace in der Nacht sechs gesunde kleine Rüden zur Welt gebracht – und wir könnten nicht glücklicher sein.
Die letzten anderthalb Tage hatten es allerdings in sich. Schon etwa 36 Stunden vor der Geburt war ich ständig in Alarmbereitschaft. Immer wieder dachte ich: Jetzt geht’s los! Und jedes Mal entschied Grace stattdessen, dass ein Nickerchen offenbar doch die bessere Idee wäre. 😅
Als erste meiner Hündinnen hat sie sich tatsächlich ziemlich genau an das Lehrbuch gehalten und etwa 24 Stunden vor der Geburt das Fressen eingestellt. Das kannte ich von meinen anderen Mädels bisher überhaupt nicht.
In der Nacht wurde sie dann schließlich deutlich unruhiger. Sie lief viel herum, wechselte ständig den Platz und ließ keinen Zweifel mehr daran, dass es jetzt wirklich ernst wird. Bis der erste Welpe schließlich da war, vergingen trotzdem noch fast zwei Stunden. Und was für ein Start! Mit stolzen 460 Gramm war der erste kleine Mann alles andere als ein Leichtgewicht.
Danach ging plötzlich alles ganz schnell. Die nächsten drei Welpen purzelten im Zehn-Minuten-Takt hinterher, bevor Grace sich erst einmal eine wohlverdiente Pause gönnte. Während die vier Kleinen bereits fleißig tranken, wurde geputzt, gekuschelt und kurz durchgeatmet. Die letzten beiden Brüder ließen sich anschließend wieder etwas mehr Zeit.
Sobald klar war, dass die Geburt geschafft war, kehrte erstaunlich schnell Ruhe ein. Die Welpen waren zufrieden, Grace war zufrieden – und ehrlich gesagt waren wir einfach nur müde. Nach rund 36 Stunden mit gefühlt kaum Schlaf war das auch dringend nötig.
Unsere anderen Hunde fanden die ganze Aktion übrigens ebenfalls spannend … zumindest anfangs. Irgendwann war die Begeisterung allerdings vorbei. Wenn die täglichen Highlights nur noch aus “kurz zum Pipi in den Garten und dann bitte wieder warten” bestehen, hält sich die Motivation verständlicherweise in Grenzen. 😉
Der erste gemeinsame Tag verlief genauso, wie man es sich wünscht. Alle sechs trinken fleißig, die kleinen Nabel trocknen bereits ein und Grace findet immer besser heraus, wie sie sich nach jedem Gang in den Garten wieder in die Wurfkiste sortieren muss, damit alle sechs möglichst schnell ihre Milchbar finden. Das klappt inzwischen schon richtig routiniert.
Besuch möchte sie im Moment übrigens noch überhaupt keinen haben. Die anderen Hündinnen dürfen gerne Abstand halten – und das wird selbstverständlich auch respektiert. Jetzt gehören ihre sechs Jungs erst einmal nur ihr.
Für uns alle heißt es jetzt: Schlaf nachholen, Kraft sammeln und die ersten Tage einfach genießen. In den nächsten Tagen wird sich auch Graces Milch langsam von der wichtigen Erstmilch auf die normale Muttermilch umstellen. Bis dahin lassen wir es ruhig angehen und freuen uns über jede entspannte Stunde in der Wurfkiste.
Und wir sind gespannt, was unsere sechs kleinen Jungs in den nächsten Wochen alles erleben werden. ❤️